surfen

Ärzte und Fachkräfte

Wenn ein Mensch eine Krankheit hat, sucht er sich meistens Hilfe von Ärzten bei der Behandlung der Krankheit. In Deutschland gibt es aber noch einige weitere Berufsgruppen, die bei allen Fragen und Anliegen um Gesundheit und Krankheit weiterhelfen können:

Hausärzte (oder auch Allgemeinmediziner genannt) sind oft der erste Ansprechpartner für Menschen mit einer Erkrankung. Wenn die Krankheit eine besondere Behandlung von Experten erfordert, verweist der Hausarzt zum sogenannten Facharzt. Fachärzte haben sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisiert; wie Hals-Nasen-Ohren Ärzte, Hautärzte, Frauenärzte, Nervenärzte (auch Neurologen genannt) und viele andere. Bei fast allen chronischen Krankheiten ist eine Facharztbehandlung sinnvoll. Manche Menschen wählen auch Medikamente und Methoden der Naturheilkunde. Diese Behandlung wird von einigen Ärzten mit einer Weiterbildung angeboten oder auch von Heilpraktikern. Die Behandlung bei Heilpraktikern müssen die Patienten aber fast immer selbst bezahlen.

Oft wird die Behandlung durch einen Arzt auch durch weitere Berufsgruppen unterstützt. Beispielsweise durch Physiotherapie (auch als Krankengymnastik bekannt) oder Ergotherapie. Beide Behandlungen wollen Menschen helfen, die Schwierigkeiten haben, sich zu bewegen. Die Ergotherapie geht aber auch noch darüber hinaus und hilft Menschen mit einer Behinderung oder Krankheit, möglichst selbstständig zu bleiben oder zu werden. Menschen mit Sprachschwierigkeiten, beispielsweise nach einem Schlaganfall können auch eine Sprachtherapie (Logopädie) bekommen, um ihre Sprachfertigkeit zu verbessern.

Gerade bei chronischen Krankheiten oder hohem Pflegebedarf können Gesundheits- und KrankenpflegerInnen (frühere Bezeichnung: Krankenschwestern und –pfleger) unterstützen, indem sie Pflegeaufgaben übernehmen oder anleiten, wie man diese Aufgaben richtig durchführt. Diese Beratung kann stationär, also im Krankenhaus oder Pflegeheim, oder ambulant (zu Hause) durchgeführt werden.

In den meisten Krankenhäusern gibt es außerdem einen Sozialdienst, der organisatorische Aufgaben übernimmt, beispielsweise die Entlassung aus dem Krankenhaus und die weiterführende Versorgung.

Menschen mit einer psychischen Erkrankung bekommen oft Hilfe von Psychotherapeuten oder Psychiatern. Psychotherapeuten sind meist Psychologen oder Fachärzte mit einer bestimmten Ausbildung. Sie helfen den Patienten durch eine Psychotherapie, also nicht durch Medikamente, sondern durch viele Gespräche mit der erkrankten Person.

Häufig brauchen Menschen mit einer Krankheit oder Behinderung auch Hilfe durch Medikamente oder Hilfsmittel. Medikamente werden meist vom Arzt oder Facharzt „verordnet“ und können in der Apotheke gekauft werden. In der Apotheke kann man sich außerdem über die Medikamente und deren Nebenwirkungen beraten lassen.

Hilfsmittel werden auch häufig von Ärzten verordnet und helfen oft den anderen Familienmitgliedern dabei, die kranke Person zu pflegen. Hilfsmittel sind beispielsweise Handschuhe, Desinfektionsmittel, Windeln oder Bettschützer. Diese Materialien können in der Apotheke oder im Sanitätshaus gekauft werden. Häufig können Sie auch von der Pflegekasse der erkrankten Person bezahlt werden, dann gibt es aber meist Vorgaben, welches Sanitätshaus Ihr nutzen dürft.