Coronavirus2020-06-05T08:22:01+01:00

Coronavirus / Covid-19: Wie gefährlich ist er und was kannst du tun?

Der Coronavirus Covid-19 kann für Menschen, die pflegebedürftig sind oder eine schwere Krankheit haben, gefährlich sein. Die ganze Welt ergreift teils strikte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, um solche Risikogruppen zu schützen. Wir wissen, dass sich auch viele Jugendliche und junge Erwachsene mit kranken Familienangehörigen gerade viel Sorgen machen:

  • Was passiert, wenn mein krankes Familienmitglied den Coronavirus bekommt?
  • Wie muss ich mich verhalten, wenn ich vermute, selbst infiziert zu sein?
  • Wie kann ich mein Familienmitglied vor der Krankheit schützen?
  • Ist das Risiko nicht zu hoch, wenn ich jetzt wieder in die Schule muss und mich dort vielleicht anstecke?

Da das Coronavirus so gefährlich sein kann, bedeuten diese Sorgen für viele junge Menschen mit kranken Angehörigen gerade eine sehr große Belastung. Wir möchten euch in diesem Text ein paar Informationen geben, wie ihr euch und die erkrankte Person schützen könnt.

Ansteckung vermeiden

Das Wichtigste was du tun kannst, um dein krankes Familienmitglied zu schützen ist, dich selbst nicht anzustecken. Dazu solltest du die gängigen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen einhalten.

Hier gibt es weitere Informationen zu Hygieneempfehlungen:

Korrektes Händewaschen

Mundschutz richtig tragen

Allgemeine Handlungsempfehlungen für pflegende Angehörige und Menschen mit Pflegebedarf von der Berliner Senatsverwaltung für Pflege.

Kontakte einschränken

An Orten mit vielen Menschen, ist die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken meist höher. Wenn du kannst, versuche auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten. Vielleicht kannst du kürzere Strecken mit dem Rad fahren oder du versuchst, am späten Vormittag, frühen Nachmittag oder abends den ÖPNV zu nutzen, wenn weniger Menschen damit unterwegs sind.

Auch Veranstaltungen mit vielen Menschen sind potentiell wahrscheinlichere Ansteckungsquellen, wenn die Menschen den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer einhalten können. Also auch private Geburtstagspartys, Treffen im Park etc..

Solltest du zur Schule gehen, hast du vielleicht Sorgen, dich dort anzustecken. Die Schulen sind allerdings verpflichtet, sich Regeln zu überlegen, um Ansteckungen zu vermeiden. Achte darauf, dass du die Regeln kennst und dich dementsprechend verhältst. Außerdem kannst du darauf bestehen, weiter per Fernunterricht zu lernen und zu Hause zu bleiben, wenn du mit jemanden zusammen wohnst, der zur Risikogruppe gehört.

Du musst für Dich entscheiden, wie weit du deine Kontakte einschränken willst. Spätestens wenn du merkst, dass dir die soziale Distanzierung richtig zu schaffen macht und du darunter leidest, sprich mit deiner Familie oder uns als Beratungsstelle. Sich so einzuschränken kann sich manchmal ganz schön unfair anfühlen und darüber zu sprechen, hilft im ersten Schritt.

Symptome erkennen

Solltest du den Eindruck haben, Menschen in deinem Umfeld könnten eine Coronaerkrankung haben, solltest du den Kontakt vermeiden. Erst wenn es sicher ist, dass die Person keine Virusinfektion hat, kannst du wieder den Kontakt aufnehmen. Auch wenn du selbst Symptome der Coronaerkrankung hast, vermeide den Kontakt zu anderen Menschen. Insbesondere zu deinen Familienmitgliedern.

Hier findest du eine gute Erklärung der Krankheitssymptome.

Kontakt mit anderen Menschen in deinem Haus

Vielleicht nehmt ihr die Dienste eines ambulanten Pflegedienstes oder Betreuungsdienstes in Anspruch. Oder ihr bekommt regelmäßig Hausbesuche von Therapeuten oder Ärzten. Hier ist es momentan wichtig, dass jede Person, die euer Haus betritt, die Hygienevorschriften einhält. Gerade medizinisch-, pflegerisches Personal hat Kontakt mit vielen Menschen und ist daher besonders angehalten, diese Menschen zu schützen. Es gibt Empfehlungen für diese Fachkräfte und deine Familie sollte darauf achten, dass diese eingehalten werden.

 

Hier findest du solche Empfehlungen

Es gibt seit den Corona Kontakteinschränkungen viele Nachbarschaftshilfen, die sich um das Erledigen von Einkäufen kümmern. Das kann eine gute Option sein, wenn du oder deine Familie Sorgen habt, euch in Geschäften und Apotheken anstecken zu können. Wenn ihr diese Angebote nutzt, achtet auch hier unbedingt darauf, dass Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden.

Hier findest du eine Liste von solchen Angeboten.

Wenn du ein Familienmitglied in einem Pflegeheim hast

Bis vor kurzem war es nicht erlaubt, dass Pflegeheimbewohner*innen besucht werden konnten in Berlin. Das war für Bewohner*innen und Angehörige eine schwere Zeit. Inzwischen ist es möglich, dass eine Kontaktperson eine*n Bewohner*in für eine Stunde am Tag besuchen darf. Da aber Pflegeheimbewohner*innen und die Menschen, die dort arbeiten, unbedingt vor einer Coronainfektion geschützt werden müssen, solltet ihr auf keinen Fall Besuche machen, wenn ihr Symptome der Coronaerkrankung habt.

Und wie geht es Dir eigentlich?

Es kann schon anstrengend genug sein, wenn du dich um ein krankes Familienmitglied sorgst oder kümmerst. Vor den Corona-Einschränkungen konntest du dir aber immerhin durch Freunde, Schule und Hobbies Pausen und Ablenkung schaffen. Da das alles nun wegfiel und immer noch nur eingeschränkt möglich ist, kann sich die Situation zu Hause für dich womöglich noch belastender anfühlen.

Wir empfehlen dir unbedingt, dir auch jetzt Auszeiten zu schaffen! Es ist so wichtig, durch Auszeiten Kraft zu schöpfen und den Akku aufzuladen.

Jede Pflege-Situation ist unterschiedlich, aber vielleicht kannst du dir so Auszeiten schaffen:

  • Nimm dir eine Stunde nur für dich in deinem Zimmer. Lass dir von deinen anderen Familienmitgliedern versprechen, dass sie dich in dieser Stunde in Ruhe lassen und du dir keine Sorgen um die kranke Person, den Haushalt oder deine Geschwister machen musst.
  • Gehe nach draußen und such dir einen (neuen) Lieblingsort. Manchen tut der Wald gut, andere lieben Parks, Seen oder sogar den Alexanderplatz zum Menschen beobachten. Das Scrollen durch google maps zeigt einem manchmal Orte in der Nähe, von denen man noch gar nichts wusste. Begib dich auf Erkundungstour und werde für einen halben Tag Tourist. Da kann man super abschalten!
  • Skype, chatte oder triff dich (mit Abstandsregeln) mit deinen guten Freunden
  • Probiere deine Kochkünste aus
  • Mach Sport! Klingt nach einem Allerwelts-Tipp wirkt aber manchmal Wunder. Auch Radfahren, Spazieren, Jonglieren oder Schach zählt als Sport 😉

Nicht jede Belastung lässt sich aber durch regelmäßige Auszeiten lösen. Manchmal braucht es grundlegende Veränderungen. Sprich mit uns, wenn du jemanden zum Reden brauchst. Wir sind für dich da!

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